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Großartige Leistung der Thunderbirds in Erfurt

QB Kurzer erkämpft sich Yards.


Wieder waren es nur Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachten. Schon in Halle waren die Thunderbirds greifbar nahe an einer Überraschung, konnten aber im entscheidenen Moment doch nicht mehr punkten.

Zum Auswärtsspiel bei den Erfurt Indigos traten die Thunderbirds durch urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle mit nur 21 Spielern an. Doch war schon auf der Hinfahrt im Bus zu spüren, dass dort eine Schar verschworener Männer unterwegs und heiß darauf war, den Indigos eine Footballschlacht zu liefern, die vielen noch lange in Erinnerung bleiben würde. Den Cointoss gewann Erfurt und entschied sich dafür, den Ball in der 2. Halbzeit in Empfang zu nehmen. Den Kickoff trug Lukas Heise bis an die eigene 30y zurück. Nach zwei völlig verpatzten Versuchen fing im 3. Down Nico Grimm einen kurzen Pass und verletzte sich durch einen Tackle so schwer, dass er für den Rest der Saison ausfallen wird. Nicht nur die Offense wurde so um eine wichtige Anspielstation ärmer, vor allem die Defense musste in der Folge auf einen ihrer besten verzichten. Umso erstaunlicher war es, was diese, mit drei etatmäßigen Offensespielern aufgestockte, Abteilung leistete.

Die Erfurter sicherten den anschließenden Punt an ihrer eigenen 31y.

Gleich im ersten Down konnte Fabian Branig dem RB den Ball und die Birds dem Gegner das Angriffsrecht entreißen. Zwei Plays später bediente Christoph Kurzer (den als TE aushelfenden) Yannick "Eule" Martens über 31y zum TD. Den PAT setzte K Adrian Skolik knapp neben den rechten Pfosten und so stand es 0:6 für die Thunderbirds.

Erfurt startete seine erste Serie an der eigenen 47y und sieben Plays später schlossen sie diese mit sechs Punkten ab. Auch der PAT war erfolgreich. 7:6 für die Indigos.

Nach einem erneuten 3 and out für Berlin startete Erfurt an der eigenen 41y. Wenig später wurde der Indigo-QB beim Wurf so bedrängt, dass der Pass in den Armen von Timo Martens landete. Leider wurde während des Returns von den Refs "unbeabsichtigt" abgepfiffen und so hatten die Thunderbirs ihren Firstdown an der eigenen 18y. Die sehr gute Vorarbeit der Defense wurde leider nicht belohnt, denn schon ein Fumble im ersten Down des 2. Quarters brachte den Gegner wieder in Ballbesitz. Die THB-Defense hielt erneut stand und vereitelte ein 32y Fieldgoal in Person von Marcel Wegner , der den Kick blockte. Im Anschluss vergaben auch die T-Birds ein 32y Fieldgoal, als der Ball weit rechts an den Torstangen vorbei ging. Beide Teams kamen in der ersten Halbzeit nicht mehr zu nennenswertem Raumgewinn und trennten sich jeweils durch Punts vom Ballbesitz. So blieb es bis zur Pause beim Stand von 7.6 für die Gastgeber.

Wie schon den Falken unterlief auch den Erfurtern beim KO zur 2. Hälfte ein schwerer Fehler und die Birds kamen sofort wieder in Ballbesitz, welchen die Offense unglücklicherweise wiederum mit einem Fumble abschloss. Dieses Mal ließen sich die Indigos die Chance nicht entgehen und scorten sechs Plays später zum 13:6. Der anschließende PAT-Fake wurde allerdings von der hellwachen Defense der Birds verhindert und so blieb es bei einem 7 Punkte Vorsprung für die Hausherren. Von ihrer eigenen 31y-Line startend arbeiteten sich die Thunderbirds über das Feld und im 3. und 25 sah es nach kurzem Pass auf Wegner schon so aus, als ob auch dieses Mal keine Punkte für Berlin herausspringen sollten, doch pitchte "Fifty" geistesgegenwärtig den Ball im Fallen dem bereit stehenden Yannick Martens in die Hände, welchen er, nicht einzuholen, in weitere sechs Punkte für die tapfer kämpfenden T-Birds verwandelte. Die Conversion schlug fehl, deshalb blieb es beim 13:12. Die sichere Defense zwang die Indigos im Anschluss zum Punt und nur durch einen Rookiefehler des ansonsten stark spielenden LB Gordon Gerhardt begünstigt, eroberten die Erfurter den berührten Punt sogleich für sich zurück. Sieben Plays später- das Momentum im Rücken - erhöhten die Erfurter durch TD und Conversion auf 21:12. Die T-Birds antworteten mit einem sieben Plays andauernden Drive über 70y und schlossen diesen mit einem 11-yard-TD-Pass von Kurzer auf Wegner ab. Der PAT wurde geblockt. 21:18.

Durch einen Turnover on Downs erhielten die THB den Ball an ihrer 30y zurück. Nach einem 48y-Run durch Lukas Heise hieß es kurz vor Schluss 1. und 10 an der 22y der Indigos. Zwei keinen Raumgewinn erbringende Läufe später warf Christoph Kurzer einen tiefen Pass auf den völlig frei stehenden Marcel Wegner nur um einige Zentimeter zu hoch und allen Anwesenden stockte der Atem. Dieses eine Play hätte wohl bei Erfolg den mehr als verdienten Sieg für die couragiert aufspielenden Thunderbirds herbeigeführt. Nur das kleine Quentchen Glück fehlte. Die Enttäuschung ließ sich nicht verhehlen, als nach zweimaligem Abknien der Sieg an die Erfurt Indigos ging. Doch schon im Bus heimwärts war die Stimmung wieder besser als viele dachten, hatte doch ein Rumpfteam dem 2. der Tabelle alles abverlangt und sich den Respekt aller für ihre große kämpferische Leistung verdient.

Ein Team, das sich niemals aufgegeben hat und zu Recht erhobenen Hauptes in die beiden noch ausstehenden Partien gehen wird.

7:6 / 0:0 / 6:6 / 8:6 - 21:18

Kommentar zum Spiel von Coach René Schwabe

Am 31.08.2014 sind die Berlin Thunderbirds zu Gast bei den Berlin Kobras, an diesem Sonntag beginnt das Footballvergnügen schon um 11:00 Uhr mit der A-Jugend und um 15:00 Uhr haben die Männer Kickoff.
Also auf nach Wilmersdorf!ert

Bilder vom Spiel!