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Überraschung blieb leider aus

Kickoff durch Adrian Skolik.


Für die Thunderbirds begann das Auswärtsspiel bei den Halle Falken nach staubedingter, einstündiger Verzögerung mit einem Kickoff, welchen die Falken an ihrer 30yd Linie sichern konnten. Die von Headcoach Bobo gut eingestellte Defense, machte es den Falken im ersten Quarter nicht leicht, Raumgewinne zu erzielen. Dennoch musste sie sich nach einem langen Drive geschlagen geben und kassierte die ersten sechs Punkte. Der Pat misslang wegen eines zu hohen Snaps.

Die Thunderbirds starteten von ihrer 22yd Linie furios und konnten gleich im ersten Play 40 yd Raumgewinn für sich verbuchen. Vier Plays später erzielte Lukas Heise den ersten TD der Berliner. Auch die TPC gelang und so stand es 6:8 für die Gäste.

Durch einen Fehler der Falken im anschließenden Kickoff gelangten die Thunderbirds sofort wieder in Ballbesitz, welchen sie im zweiten Quarter durch einen TD-Pass von Christoph Kurzer auf Marcel Wegner abschlossen. Wiederum ein Pass von Kurzer auf Wegner und auch die zweite TPC war perfekt. 6:16 für die T-Birds.

Im nächsten Drive der Falken war es der THB-Defense vorbehalten, Punkte auf das Scoreboard zu bringen. Nach einem kurzen Pass über die Mitte, verlor der Falken-TE durch einen harten Hit von Gordon Gerhardt den Ball, welcher von Nico Grimm aufgenommen und in unnachahmlicher Mannier über gut 60yd zum TD zurückgetragen wurde. Vorbildliche Blockarbeit der Mannschaftskameraden und ein nicht zu stoppender Grimm, der nicht nur zwei Tackles brach, sondern auch noch drei Gegner hintereinander austanzte, ermöglichten diesen sensationellen TD für die Defense. Besonders hervorzuheben war der Einsatz von OLB Marco Elbell, der zunächst den ersten Tackleversuch eines Falken vereitelte, indem er sich im Tiefflug, dem zum Zupacken bereiten Gegner in den Weg warf, um sofort wieder aufzustehen und anschließend gut 35yd später den letzten entscheidenden Block zu setzen. Nach der nächsten gelungenen TPC stand es nunmehr 6:24 für die Thunderbirds und die sichtbar nervösen Falken trauten ihren Augen nicht.

Der anschließende Drive der Hausherren wurde zunächst noch durch die THB-Defense gestoppt, aber auch bei der Thunderbirds Offense lief nicht mehr viel zusammen. Durch etliche Strafen und individuelle Fehler immer wieder zurückgeworfen , fumbelte zu allem Überfluss auch noch der Birds-RB und die Falken hatten so vor der Halbzeit noch einmal die Chance zu scoren. Diese wurde dann auch eiskalt genutzt und beim Stand von 12:24 riefen die Refs zum Pausentee.

Die THB-Offense konnte in der zweiten Hälfte leider nicht an die guten Leistungen der ersten beiden Quarter anknüpfen und so kam, was kommen musste. Die Fehler auf Berliner Seite mehrten sich und die Falken kamen Punkt um Punkt an die Thunderbirds heran. Nachdem in riskanter Fieldposition ein vierter Versuch nicht in einen Firstdown verwandelt werden konnte, gingen die Falken erstmals seit dem Eröffnungsdrive mit 25:24 in Führung. Nach einem weiteren Fumble der Berliner Offense wurde die Führung gar auf 31:24 ausgebaut. Allerdings begünstigt durch eine Fehlentscheidung der offensichtlich unerfahrenen und oft überforderten Schiedsrichter, als an der Ein-yard-Linie der Thunderbirds ein von Léon Jacobs aufgenommerner Fumble den Falken zugesprochen wurde.

Somit war es an der Offense noch einmal, alles zu geben, um den von einigen vorschnell sicher geglaubten Sieg doch noch nach Berlin zu entführen. Kontinuierlich wurde durch abwechslungsreiches Pass- und Laufspiel der Ball bis in die Hallenser Redzone bewegt. Als RB Adrian Skolik durch einen sehenswerten Lauf die Goalline überquerte brach auf Berliner Seite schier grenzenloser Jubel aus - doch zu früh. Die Refs sahen einen "Block in the back" und mit zwei verbleibenden Versuchen gingen die Thunderbirds noch einmal auf's Ganze. Im allerletzten Play des Spiels wurde QB Christoph Kurzer jedoch gut einen Yard vor der Goalline von den sichtlich erleichterten Hallensern gestoppt.

Alles in allem war eine deutliche Steigerung in allen drei Mannschaftsteilen der T-Birds erkennbar. Wenn sich nun noch die Trainingsbeteiligung verbessern würde, wäre Einiges mehr möglich.

Kommentar zum Spiel von Coach René Schwabe

Jetzt gilt unser Augenmerk der Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen, die wir am 10.08.2014 besuchen werden. Kickoff ist um 15:00 Uhr in Erfurt.


Bilder vom Spiel!